Kirchen

Johannes-der-Täufer-Kirche von 1182 in Bexhövede
Die urkundlich nachgewiesene Grundsteinlegung für die Johannes-der-Täufer-Kirche in Bexhövede erfolgt im Jahre 1182 durch die Brüder Geltmar, Albert und Lüder, aus der Familie von Buxhoeveden, die auch die Stifter dieser Kirche waren. Die Bexhöveder Kirche bildet den Mittelpunkt des alten Dorfkerns, steht auf einem etwas erhöhten, von Findlingen eingefassten Areal und ist das älteste Kirchengebäude im Altkreis Wesermünde. Die Familie Buxhoeveden war es auch, die dem Ort Bexhövede seinen Namen gab. Albert von Buxhoeveden gründete 1201 als Bischof die Stadt Riga, die heutige Hauptstadt Lettlands.
Am Bekeshoop, 27612 Loxstedt-Bexhövede
Tel. 04703-245
email: kg.bexhoevede@evlka.de
www.kirche-bexhövede.de

St. Laurentius-Kirche in Dedesdorf-Eidewarden
Die Saalkirche stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert. 1838 wurde die ursprüngliche Chorapsis abgetragen und das Kirchenschiff rechteckig nach Osten erweitert. Der Westturm wurde 1870 durch den Baumeister G. Wegener errichtet. Über dem Südportal verweist eine Inschrifttafel mit dem Wappen des Grafen Anton Günther auf die Zugehörigkeit des Ortes und des Landes Wührden zu Oldenburg. Im Inneren reiche nachreformatorische Ausstattung. Besonders hervorzuheben ist die 1698 von Arp Schnitger geschaffene, ungewöhnlich gut erhaltene Orgel, die 1742 und 1745 von Eilert König aus Oldenburg erweitert wurde. Weitere Ausstattung: Kelchförmiger Taufstein (1. Hälfte 14. Jahrhundert), Sandsteinfiguren der St. Annaselbdritt und des Hl. Laurentius (Anfang des 16. Jahrhunderts) sowie ein 1682 gefertigter Kanzelkorb.
Fährstraße, 27612 Loxstedt-Dedesdorf (Eidewarden)
Tel. 04740-1211
email: kirchenbuero.dedesdorf@kirche-oldenburg.de
www.kirche-Dedesdorf.de

St. Marien-Kirche in Loxstedt
Zwanzig Jahre nach der großen Pestepidemie in Europa wird in Loxstedt, einem Kirchspiel ca. 1 km südlich von Bremerhaven an der Unterweser, eine Kapelle errichtet. Am Marschenrand auf einem Sandrücken platziert, auf Feldsteine gegründet, aus gebrannten Ziegeln ausgeführt und mit drei Kreuzgewölben mit rechteckig profilierten Rippen überspannt. Das soll 1374 gewesen sein. Geweiht wurde dieser Bau auf die Jungfrau Maria. Dieser backsteingotische Bau ist uns erhalten geblieben, lediglich die Fensteröffnungen wurden vergrößert und außen im vergangenen Jahrhundert Stützpfeiler errichtet. 1451 – Loxstedt wurde eine selbständige Kirchengemeinde – wird die Kapelle um einen Chorraum sowie einen 3/8 Chorschluss und Profilkreuzrückengewölbe erweitert, sowie im Westen ein trutziger Turm Anfang des 16 Jh. hinzugefügt.
Ein großartiger Schatz hat sich im Innern des ältesten Bauabschnittes erhalten: das mittelalterliche Deckenbild, eine Kalkmalerei des frühen 15. Jh., wurde 1910 bei Renovierungsarbeiten entdeckt.
Einzigartig in Nordwestdeutschland ist die Malerei im zweiten Gewölbe von Westen: ein Pestzyklus des späten Mittelalters, ein Programm von vier Bildeinheiten, deren Mittelpunkt der „Loxstedter Totentanz“ ist.
Die Denkmalorgel auf der Westempore weist eine wechselvolle Geschichte auf: begonnen um 1769 von Orgelbauer Schreiber aus Glücksstadt, Fortführung 1785 durch Wilhelmi aus Stade mit Änderung der Schreiberschen Disposition, schließlich 1789 Fertigstellung durch W. Witzmann aus Nesse bei Loxstedt. In der Folgezeit mussten immer wieder Reparaturen und Umbauen im Werk vorgenommen werden. Ab 1965 war nur noch die Hälfte der Register spielbar, ab 1970 verstummte die Orgel ganz. 1983 hat die Orgelfirma Führer aus Wilhelmshaven das Werk grundüberholt unter Wahrnehmung denkmalpflegerischer Belange. Dabei wurde auch dem Orgelprospekt mit den Rokoko-Stilelementen seine ursprüngliche Farbigkeit anhand nachgewiesener Befunden wiedergegeben.
Kirchenstraße, 27612 Loxstedt
Tel. 04744-2319
email: kg.loxstedt@evlka.de
www.kirchengemeinde-loxstedt.de

St. Johannis-Kirche in Sandstedt
Die erste Kirche wurde zwischen 1043 und 1059 zur Zeit des Bremer Erzbischofs Adalbert des Großen als Tochterkirche von Bramstedt gegründet. Sie ist die älteste Kirche im Land Osterstade. Ihr Patron ist Johannes der Täufer. Der ursprüngliche Standort der Kirche war direkt an der Weser, nördlich des jetzigen Sielhafens. Wegen fortschreitender Landabbrüche am rechten Weserufer wurde ein Teil des Dorfes mit der Kirche 1420 an die jetzige Stelle verlegt.
Mit dem Bau des Kirchturms wurde 1583 begonnen und wurde 1613 mit der nahezu 60 m hohen Spitze vollendet. Die leichte Drehung des Helms ist auf einen Konstruktionsfehler zurückzuführen. 1979/80 wurde der Turm saniert und mit Kupfer eingedeckt. 1999 – 2001 wurde das Kirchenschiff außen und innen gründlich renoviert und restauriert. Auf dem nördlichen Teil des Friedhofs, einstmals für Rechtenflether Bürger reserviert, befinden sich zahlreiche kunsthistorisch wertvolle Grabdenkmäler und Steinplatten aus der Zeit von 1780 bis 1840, mehrheitlich aus der Verwandschaft von Hermann Allmers.
Öffnungszeiten: vom 01.04. – 30.09. täglich von 10:00 – 18:00 Uhr
Marktstraße 2, 27628 Hagen-Sandstedt
Tel.: 04702 262; Fax: 04702 298
e-mail: kg.sandstedt@evlka.de, www.kirche-sandstedt.de

St. Lucia-Kirche in Wulsbüttel
Man geht davon aus, dass die Kirche im ersten Drittel des 13ten Jahrhunderts durch die Herren von Wersebe erbaut wurde. Die kleine romantische Feldkirche liegt auf einer flachen Anhöhe. Über einem Fundament aus Findlingen in mehreren Lagen wurden zum Teil unbehauene Feldsteine aufeinandergesetzt und mit Muschelkalk verstrichen.
Der an die Westwand angelehnte Turm, später angebaut, verbirgt hinter seiner Holzverschalung eine Rarität besonderer Güte: trotz aller Kriegswirren vergangener Jahrhunderte ist hier ein geschlossenes Geläut mit den Schlagtönen c“-3,g“-5 und des“-8 seit weit über 600 Jahren erhalten geblieben.
Öffnungszeiten: Mai bis Ende September: Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr außerhalb der Gottesdienste und nach Vereinbarung mit Herrn Hannken-Illjes, Tel.: 04795 623
Lindenstraße (ohne Hausnr.),
27628 Hagen-Wulsbüttel
Tel.: 04748 822811
e-mail: kg.wulsbuettel@evlka.de, www.kirche-wulsbuettel.de

Fabian- und Sebastian Kirche
Der erste Hinweis auf eine Kirche in Beverstedt datiert aus dem Jahr der Gründung der Tochterkirche Bexhövede 1183. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die „alte Kirche“ sehr baufällig. Die „neue Kirche“ wurde an gleicher Stelle errichtet und konnte 1851 eingeweiht werden. Zwei etwa 30 Meter hohe Türme krönen die Ostseite und stehen als Wahrzeichen für Beverstedt. Auf dem First steht ein Dachreiter für die beiden Uhrglocken. Die Kirche ist mit Altar, Taufbecken, Orgel und Glocken der „alten Kirche“ ausgestattet. Ein neuer Bronzefuß für das historische Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert wurde zuletzt als Kunstwerk eingeweiht. Die Kirche ist während der Sommermonate samstags und sonntags ab 15 Uhr geöffnet.
Kirchengemeinde Beverstedt
Pfarrhof 2, 27616 Beverstedt
Tel.: 04747-216
www.kirche-beverstedt.de

Kirche Altluneburg
Altluneberg, ein Ortsteil von Wehdel, gehört zur Gemeinde Schiffdorf und liegt am Rande der Geesteniederung. In der Dorfmitte, direkt am Dorfplatz, der dem eines Rundlingsdorfes ähnelt, befinden sich die kleine liebenswerte Kirche und das Pastorenhaus.
Die Kirche stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Damals waren in Altluneberg die Herren von Luneberg ansässig, zu denen die Bickers gehörten. Klaus und Lüder Bicker haben die Kirche gebaut. In den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts wurde sie erstmals gründlich erneuert. Aus dieser Zeit stammt der Altar, von Bardthold Germers anno 1635 geschaffen. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde ein Turm auf dem Nordgiebel des Kirchenschiffes errichtet. Im Zusammenhang mit einem Erweiterungsbau nach Westen wurde 1923 eine Orgel angeschafft, die in der damaligen Inflationszeit 165 Zentner Roggen kostete. 1969 erhielt die Kirche eine neue Orgel, ein mechanisches Werk der Firma Hammer aus Arnum bei Hannover.
1993/94 wurde die Kirche vollständig renoviert und das Fachwerk zum großen Teil erneuert. Die Grabplatte, die vorher im Mittelgang lag, befindet sich nun im Haupteingangsbereich an einer Wand. Deren Inschrift „Dieses ist der urahlten adelichen Geschlechter der Bicker und von Oldenborch Leichstein”, erinnert an die Herren von Oldenburg, die 1671 das „Oldenburger Haus”, 100 m nördlich der Kirche, errichteten. Der Eingangsbereich ist immer geöffnet. Glasscheiben ermöglichen den Blick ins Innere. Wer in die Kirche möchte, erhält den Schlüssel beim Pfarramt:
Altluneberger Str. 134, 27619 Altluneberg
Tel. 04749 – 3 46